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Auf zwei Hochzeiten tanzen

Veröffentlicht am 26. Mai 2021 um 17:32

Auf zwei Hochzeiten tanzen

 

Online Unterricht scheint ein schnelles Konsumieren von „Unterricht“ zu fördern.

Vermehrt fällt mir auf, dass bei online Angeboten, ungefragt mit gefilmt wird, von vorne herein gar nicht das Ansinnen zu sein scheint, überhaupt bei dem Angebot live dabei zu sein, sondern nur das Wissen zu konsumieren auf einfache Art.

Es findet kein Lehren/Lernen statt, da der Dozent den Schüler weder sieht noch korrigiert.

Außer einem Geldaustausch findet kein weiterer Kontakt statt.

Ist dass das Lernen der Zukunft ? Ist das respektvoll  gegenüber dem/r Unterrichtenden? Oder ist mit dem Bezahlen des Workshops alles abgegolten, alle Rechte abgetreten?

 

Natürlich kann es vorkommen, dass gleich zwei Dinge in meinem Leben passieren, die ich gerne machen würde, erleben würde. Den Workshop mit einer bekannten Dozentin/ einem Thema was mich interessiert und auch mit der Familie Zeit verbringen. So muss ich mich für nichts mehr entscheiden, kein entweder oder sondern beides. Aber ist das so richtig und auch fair?

Sollte ich mich nicht für eines entscheiden mit ganzem Herzen und dann auch mit ganzem Herzen und Herzblut dabei zu sein, so wie die Dozenten es auch sind?

 

Man kann  nicht auf zwei Hochzeiten tanzen heißt es, aber dank des Videofilmens kann man das dann doch. Zumindest sieht es so aus.

 

Für den Dozenten ist das allerdings unbefriedigend. Er/Sie doziert allein vor einer Kamera, mit oftmals null feedback. Wenn die Kameras der Teilnehmer/innen ausgeschaltet sind, sie das Mikrofon nicht angeschaltet haben. Wenn gefragt wird ob alles verstanden ist und keinerlei Antwort zu hören oder sehen ist, dann ist das für den Dozenten/Dozentin sehr irritierend und sicher auch unbefriedigend. Haben die Schüler wirklich alles verstanden ?

In der Präsenz kann man sie ja direkt ansprechen, aber online, und vor allem bei großer Teilnehmerzahl nicht machbar. Da geht nicht nur die Interaktion verloren, sondern auch der Bezug/die Beziehung von Lernenden und Lehrenden.

 

Respekt fängt beim Zuhören an

 

 

 


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