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Resilienz

Veröffentlicht am 4. April 2021 um 16:44

Diese vielen Tage und Wochen Lock down (der für mich nicht überall und für jeden gilt) haben Spuren hinterlassen. Wir reden nur von den Menschen die gestorben sind und ja, das ist entsetzlich und schlimm. Aber wir haben noch ganz andere Probleme und die werden uns ganz sicher noch eine ganze Weile begleiten und niemand kann wissen wie sich das einmal auf jeden Einzelnen auswirken wird. Ich spreche auch von den finanziellen Problemen, denn gefühlt werden die Probleme des Staates auf immer den gleichen Rücken ausgetragen. Das sind natürlich Familien, die kaum noch wissen wie sie alles bewältigen sollen, von home schooling über home office und räumlicher Nähe.

Den Kindern fehlen die Freunde zum Spielen, den Jugendlichen ebenso und auch die Möglichkeiten sich auszuprobieren und von den Eltern abzugrenzen und den Erwachsenen fehlt auch all das.

 

Ich sehe das alles und ich beobachte wie ich auf all das reagiere;

Ich kann gottseidank von daheim aus arbeiten und habe so aktuell nicht die Sorgen wie ich die Finanzen regeln soll. Aber das haben sehr viele Kreative nicht; die können vor Sorgen nicht mehr schlafen. Natürlich mache ich mir viele Gedanken wie das weitergehen wird, denn das neue Normal ist; wir können nicht mehr planen. Wir leben von einem Tag auf den nächsten, ohne zu wissen, was und wie es morgen aussehen wird. Und diese Unplanbarkeit zerrt an den Nerven. Das Nervenkostüm ist zum Zerreißen gespannt. Dennoch kann und soll man vorwärts blicken, im günstigsten Fall noch optimistisch. Das braucht immens Kraft, also Resilienz.

 

Ich bin ein sehr wetterempfindlicher Mensch. Wenn es tagelang nur neblig ist und regnet, ist meine Energie nicht sehr hoch. Scheint aber die Sonne und ist es schon morgens hell, könnte ich Bäume ausreißen ( nun ja, kleine Büsche vielleicht…)

Und gerade scheint mal wieder die Sonne, hurra.

 

Es gibt aber Menschen, die mit schweren Depressionen zu kämpfen haben oder die depressive Phasen haben und die haben aktuell leider kaum Lebensmut und Lebenslust.

 

Ich sehe meine Aufgabe als Lehrerin, Dozentin, als Jemand, der auf der anderen Seite der Klasse steht, auch darin meine Schüler/innen zu motivieren. Und das hört nicht bei der Tanztechnik auf.

Gerade jetzt brauchen sie meinen Zuspruch, mein Aufmuntern, mein Lachen, meine scheinbare Unbekümmertheit, meine positive Energie.

Aber um das weitergeben zu können, muss ich ja erst einmal auf mich selbst achten und mich selbst motivieren. Und das wird einem aktuell in der Lage, in der wir Kreativen uns befinden, nicht leicht gemacht. Wir müssen uns selbst helfen, uns selbst retten, nicht abwarten auf positive Aussagen denen dann doch keine Taten folgen.

Und da kommt meine Tanzart wieder ins Spiel. Unsere wunderbare Tanzhaltung hat mir schon gar manches mal geholfen und sie rettet mich und vielleicht auch euch aus dem Sumpf der Hoffnungslosigkeit. Deshalb holt eure Kostüme raus, macht euch schön, freut euch auf die Gesichter der anderen Mittänzer/innen und tanzt und lacht und heilt euch ein kleines bisschen mit und durch den Tanz.

                                                      Your Vibe attracts your Tribe !!!


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